26 September 2008

...endlich wieder zurück!

In den vergangenen Monaten überlegten mein Mann und ich mehrfach, ob wir angesichts der wirtschaftlichen Lage nicht doch nach Deutschland ziehen sollten. Ganz gleich ob wir mit Freunden und Verwandten in München über Benzinpreise, Versicherungsbeiträge, Lebensmittel oder Wohnkosten sprachen, schnitt Sardinien generell einfach schlechter ab. Nahmen wir noch die weniger gute Krankenversorgung in Italien, sowie die häufig fehlenden öffentlichen Kinderkrippen- und Kindergartenplätze, konnten wir eigentlich nur immer wieder zu einem Schluss kommen: ein Umzug nach Deutschland wäre ratsam!
Mit diesem Hintergedanken fuhren wir dann erschöpft in den wohlverdienten, hart erkämpften Sommerurlaub, zunächst nach Bayern und dann nach Frankreich.
Wie sehr vermissten wir in diesen 3 Wochen doch unser geliebtes, sonniges Sardinien, die vielen Freunde, die lauten Abende in gnadenlos durcheinander redender Gesellschaft, unsere Wochenenden am Strand und nicht zuletzt die gute, alte, köstliche sardische Küche!
Man kann es drehen und wenden wie man mag, der Mensch besteht nun mal nicht nur aus Kopf sondern auch aus Emotionen: Sardinien ist und bleibt meine persönliche Wahlheimat!

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11 September 2008

Kurzurlaub im Hotel Capo d´Orso in Palau


Kurzurlaub im Capo d'Orso.

Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, mit meiner Frau für ein paar Tage eine Juniorsuite im Hotel Capo d´Orso zu genießen, eine optimale Gelegenheit, das Hotel zu testen, und gleichzeitig die Seele baumeln zu lassen.

Vorab: wunderschöner Aufenthalt, perfekter und professioneller Service, sehr gutes Essen, geräumiges Zimmer.

Wie es sich für ein 5-Sterne-Hotel gehört, wurden wir entsprechend empfangen, mein Wagen geparkt, Gepäck aufs Zimmer, während wir durch eine nette Dame eingewiesen wurden (Uhrzeiten, Ausflüge, Lageplan des Hotels, Welcome Drink). Da es sich um unsere "Flitterwochen" handelte (habe dieses Jahr geheiratet), wurden wir auch mit Sekt, Obst und weiteren netten Kleinigkeiten auf dem Zimmer überrascht, sehr erfreulich.Der Sekt bot sich geradezu an, um auf der sonnigen Terrasse etwas abzuschalten, und sich auf den ersten Sprung in die Thalasso-Wellnessbecken zu freuen.Sehr schön ist auch der Fußweg, der vom Hotel aus durch die Mittelmeermacchia an der Küste entlang zu einer kleinen Bucht führt, Cala Selvaggia. Man kann von hier aus auch weiterlaufen, riskiert jedoch, bei dem dann dichteren Bewuchs hin und wieder hängenzubleiben. Es lohnt sich aber, denn hiernach kommt man an einer kleinen, abgelegenen Bucht an, in der wir einen ganzen Nachmittag alleine genießen konnten. Gleichzeitig ist aber auch festzuhalten, dass komplette Intimität nicht gegeben ist, da ständig Motorboote und Yachten vorbeifahren, zwar in gewissem Abstand, aber stets in Sichtweite.

Morgens beim Frühstück genießt man eine entspannte Atmosphäre, eine Harfenspielerin gibt ihr Bestes, und ein reichhaltiges Büffet lädt ein. Persönlich habe ich bereits umfangreichere Frühstücksbüffets gesehen, denn die Wurstauswahl könnte fü ein 5-Sterne-Hotel besser sein, das w�re aber auch schon der einzige negative Aspekt. Erwähnenswert wäre noch, dass der Cappuccino etwas auf sich warten lässt, was jedoch durch ein freundliches Lächeln der sehr bemühten Kellner ausgeglichen wird.

Für Frühaufsteher empfiehlt sich, vor dem Frühstück links neben dem Hotel am Wellnessbereich vorbei Richtung Golfplatz zu spazieren, um einen unvergesslichen Sonnenaufgang zu genießen.

Unsere 3 Tage wurden auch durch einen sehr eindrucksvollen Bootsauflug komplettiert, Abfahrt im nahe gelegenen Poltu Quatu, ein Freund aus dem Norden der Insel hatte uns eingeladen, einen Tag in der kleinen VIP-Bucht Tahiti zu verbringen.

Zumindest einen Tag im Jahr darf man sich mal richtig wichtig fühlen...witzig ist hier auch, dass sich alle dort zu kennen scheinen, was aber irgendwie den Eindruck vermittelt: hier muß man hin, um jemand zu sein. Ich ziehe lieber kleine, verlassene Strände vor, aber es darf auch mal eine Ausnahme sein.


Am letzten Abend wurde dann das zweite Restaurant eröffnet, sehr schön unter hohen Oliven- und Mastixbäumen im Freien gelegen, mit romantischer Atmosphäre (bis auf einige Mücken...).

Generell haben wir diese 3 Tage sehr genossen, muss aber, um ehrlich zu sein, hinzufügen, dass dieses Hotel unter normalen Umständen für meine Brieftasche eine Kategorie zu hoch liegt. Die Extrakosten hingegen halten sich im Rahmen, auch ein kleineres 4-Sterne-Hotel ist nicht viel günstiger.


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